Aktuelle Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen


"Was natürlich sehr wichtig war, ist diese Landschaft,
wie ich sie bei uns vorfand, und die mir sehr entgegenkam,
indem mir von der Farbe her eine ganz spezifische Situation angeboten wurde
durch die Abhalden und die großen Braunkohlengebiete."
Karl Fred Dahmen


Zum 100. Geburtstag des Künstlers


24.01.–10.03.2018

KARL FRED DAHMEN

(Stolberg 1917 – 1981 Preinersdorf)

Arbeiten auf Leinwand und Papier, Materialbilder und Objektkästen


Karl Fred Dahmen,

22. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Heraldische Composition"

Mischtechnik auf Rupfen 1964

74 x 60 cm

sign. dat. bez. bet.

Weber 016.64 - B 0995

[23390]




Zur Eröffnung am Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 18.30 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es spricht:
Ina Hesselmann, Kuratorin der Ausstellung "Karl Fred Dahmen - Das Prinzip Landschaft" (2017) im MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg und Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum, Düren



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 78 Seiten und 58 Abbildungen.
Für den Betrag von Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den Katalog als PDF virtuell durchzublättern (linke Maustaste - online durchblättern oder rechte Maustaste downloaden - Empfehlung: downloaden) - der Katalog ist als PDF Datei abgelegt und kann mit dem Adobe Reader gelesen werden. Sollten Sie den Adobe Reader nicht installiert haben, können Sie diesen unter folgender Adresse downloaden:http://www.adobe.de.



Karl Fred Dahmen,

18. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Peinture"

Mischtechnik auf Leinwand 1961

135 x 60 cm

sign. dat. bez.

Weber 045.61 - B 0194

[22531]




Zeitgleich zeigen wir im Studio der Galerie zum 80. Geburtstag des Künstlers:
GEORG BASELITZ – Arbeiten aus dem graphischen Œuvre

Georg Baselitz,

Georg Baselitz

(geb. 1938 in Deutschbaselitz)

"Meine neue Mütze"

Linolschnitt 2002

228 x 170 cm Abb. 201,8 x 148,2 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[22759]




Die Galerie bleibt Karneval vom 8. bis 13. Februar 2018 geschlossen.



Karl Fred Dahmen, ohne Titel, registriert bei Weber

5. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

ohne Titel

Collage 1959

47 x 38 cm

sign. dat.

registriert bei Weber

[23159]



Pressetext zur Ausstellung von Karl Fred Dahmen (linke Maustaste – online durchblättern oder rechte Maustaste downloaden – Empfehlung: downloaden) – der Text ist als
PDF Datei abgelegt und kann mit dem Adobe Reader gelesen werden.

Sollten Sie den Adobe Reader nicht installiert haben, können Sie diesen unter
folgender Adresse downloaden: http://www.adobe.de.


Karl Fred Dahmen,

24. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Bild mit Kopfrolle"

Sand und Pigment beschichtet mit Objekt - Rolle auf Leinwand 1964

175,5 x 151 cm

sign. dat. bet.

Weber 032.64 - B 0020

[23706]





KARL FRED DAHMEN

Am 4. November 2017 wäre der 1917 in Stolberg bei Aachen geborene Künstler Karl Fred Dahmen 100 Jahre alt geworden. Anlässlich des runden Geburtstages zeigte das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg im Herbst 2017 eine umfassende Retrospektive, parallel dazu auch das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum, Düren. Zu den beiden Museumsausstellungen erschien im Wienand Verlag Köln ein umfassender Katalog mit 240 Seiten, 173 farbigen und 43 schwarzweißen Abbildungen.

Dahmen gilt als eine der profilierten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Seine Arbeiten sind in den Sammlungen fast aller namhaften Museen in der Bundesrepublik vertreten, ebenso in zahlreichen Museen in Europa und in den USA.
Dahmens erfolgreiche und international beachtete künstlerische Laufbahn in den 60er und 70er Jahren wurde leider viel zu früh beendet - der Künstler verstarb bereits im Alter von 63 Jahren in Preinersdorf im Chiemgau.

Die Galerie Boisserée hat sich in den letzten 30 Jahren immer wieder intensiv mit dem künstlerischen Werk K.F. Dahmens auseinander gesetzt. Das kontinuierliche Engagement der Galerie für sein Werk führte 2003 zu der Herausgabe des durch Thomas Weber erstellten Werkverzeichnisses in zwei Bänden, welches 1637 Arbeiten auf 1192 Seiten in fast 1100 farbigen Abbildungen erfasst.

Zum 100. Geburtstag zeigt die Galerie Boisserée nun eine retrospektiv angelegte Präsentation mit über 60 Werken. Auch wenn Dahmens Frühwerk nachhaltig mit dem Begriff des deutschen Informel verbunden ist, so macht die Ausstellung deutlich, dass der Künstler im Anschluss an die sogenannte "terrestrische" Zeit auch in den 60er und 70er Jahren im Chiemgau ein beachtliches Werk geschaffen hat, welches an Singularität und Eigenständigkeit ebenso spannend ist wie die von Sammlern so geschätzte Werkphase zwischen 1958 und 1964.

Dieses mit einigen wichtigen Beispielen aus dem Bereich seiner Materialbilder und Objektkästen zu belegen, ist u.a. Intention der Ausstellung.

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre findet Karl Fred Dahmen zu einer informellen Malerei, die sich aus der Erfahrung gegenständlicher Thematik ableiten lässt und eine Art Verdichtung der ihn umgebenden Wirklichkeit darstellt. So ist die Tagebaulandschaft seiner Stolberger Heimat Auslöser für seine "terrestrischen" Arbeiten, in denen man die Strukturen und die "Ästhetik" der vom Tagebau hinterlassenen Erdoberflächen wiederfindet. "Ich male keine Landschaften, sondern ich mache sie" - ist sein Motto. Die Ausstellung umfasst zahlreiche Leinwände sowie Collagen aus den späten 50er und frühen 60er Jahren, wie z.B. die Leinwand "Weiße Landschaft" von 1958 oder "Aufgehender Tag" von 1963.

Ca. 1964 entstehen seine ersten Montagebilder, in denen K.F. Dahmen zunehmend mit Materialien wie Holz, Leder, Metallen und Fundgegenständen des Alltags und aus dem Sperrmüll arbeitet und sie als Collagen in die Malerei integriert. Er "sprengt" sozusagen die Malerei und kündigt eine neue formale Organisation der Bilder an. Die Ausstellung zeigt u.a. zwei frühe "Montagen" unter Glas von 1964, die als Prototypen seiner später im Chiemgau entstehenden verglasten Objektkästen angesehen werden können.

1967 übernimmt K.F. Dahmen den Lehrstuhl für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Als er aus diesem Grund im gleichen Jahr in den Chiemgau zieht und an Stelle einer industriell geprägten Tagebaulandschaft das rustikal vom primären Sektor geprägte Naturidyll der Chiemgaulandschaft vorfindet, hat dieser Ortswechsel elementaren Einfluss auf sein künstlerisches Werk. Er hat Schwierigkeiten mit seiner neuen Umgebung, stellt sich aber diesem Anspruch. Es entstehen Materialbilder, die sich mit der angetroffenen Landschaft, den Materialien auf einem alten Bauernhof und den Eindrücken in seinem Arbeitsalltag auseinandersetzen. Seine Arbeiten beinhalten häufig eine landschaftliche Ikonographie, die große Monumentalität und Sensibilität kongenial verbinden. In der Ausstellung findet man aus dieser Zeit ein Montagebild mit Ledertaschen auf Rupfen ohne Titel von 1966/68. Typisch für die späten 60er und frühen 70er Jahre sind die verglasten Objektkästen von Karl Fred Dahmen, die sein ausgeprägtes formales Bewusstsein und seinen Sinn für formale Reduktion deutlich machen und eine faszinierende Spannung in einer Balance von Intellekt und Intuition beinhalten. Ihre Entstehung kann vielleicht auf die in Bayern immer wieder anzutreffenden verglasten Kästen der Volkskunst, in denen u.a. Reliquien und Votivgaben aufbewahrt sind, zurückgeführt werden. Dahmen baut Eindrücke von Landschaften oder persönliche Erlebnisse in diese Glaskästen, wie z.B. grüne Polsterkissen, die an die Form der Hügel der Hochmoore im Chiemgau erinnern. In seinen unverwechselbaren Objektkästen setzt der Künstler Fundstücke, die er zuvor auf Müllkippen sammelt oder in einem kleinen Raum in seinem alten Bauernhof hortet, in einen neuen Zusammenhang. Mit diesen Objektkästen will er aber weniger Geschichten erzählen, sondern sie vielmehr provozieren. Wichtige Beispiele in der der Ausstellung sind die Arbeiten "Maskuline Legende" (1972), "Ländlicher Alltag III" (1974) oder "Reduktion einer Landschaft II" (1973).

Das relativ zarte und sensible malerische Spätwerk des Künstlers wird gerne als "Kammermusik" im Gesamtœuvre des Künstlers bezeichnet, seine Arbeiten werden zarter und subtiler. Man kann vermuten, dass ihm die bereits sich abzeichnende Erkrankung zunehmend die Kraft nimmt, aber die Sensibilität lässt. Die Kraft und Monumentalität seiner noch 10 Jahre zuvor entstandenen großformatigen Materialbilder ist vollends verschwunden, es entstehen die horizontal gegliederten "Furchenbilder" auf Leinwand. Die landschaftliche Assoziation ist durchaus zulässig. Dahmen reist 1977 in die Südstaaten der USA, 1980 nach Kalifornien und erlebt die Landschaften der Wüste Arizonas.

Die umfassende, über Jahre hin vorbereitete Einzelausstellung in der Galerie Boisserée versucht, einen repräsentativen Überblick über das künstlerische Werk von K.F. Dahmen zu vermitteln. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit über 80 Seiten und 58 farbige Abbildungen (Euro 10 inklusive Versand im Inland).



Karl Fred Dahmen,

21. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Aufgehender Tag"

Mischtechnik auf Leinwand 1963

160 x 129 cm

sign. dat. bet.

Weber 008.63 - B 0445

[20272]



Sie können sich fast alle Exponate der Ausstellung hier ansehen.



Karl Fred Dahmen,

16. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Komposition (Weißes Bild)"

Mischtechnik auf Leinwand 1961

120,5 x 100 cm

sign. dat. bez.

Weber 022.61 - B 0658

[23395]

Karl Fred Dahmen,

27. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Montagebild mit 3 Ölpäckchen"

Montagebild auf Leinwand im Kasten 1965

53 x 58,5 cm x 6,5 cm

sign. dat. bez. bet.

Weber 032.65 - B 0320

[19864]

Karl Fred Dahmen, ohne Titel, Weber 047.65 - B 0387

31. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

ohne Titel

Collage auf Karton auf Holz 1965

57 x 46 cm

sign.

Weber 047.65 - B 0387

[19160]

Karl Fred Dahmen,

32. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Korsettbild 8 x X"

Montagebild mit Korsett und Scheinwerfer auf Rupfen 1966 (1972 übermalt)

111,5 x 90,5 cm

sign. bez. bet.

Weber 002.66 - B 0074

[23710]

Karl Fred Dahmen,

40. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Chiemgau-Legende"

Objektkasten 1971

35 x 27,5 cm x 6,5 cm

sign. dat. bez. bet.

registriert bei Weber

[19904]

Karl Fred Dahmen,

50. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Reduktion einer Landschaft II"

Objektkasten 1973

52,5 x 48 cm x 7,5 cm

sign. dat. bez. bet.

Weber 035.73 - K 026

[23718]

Karl Fred Dahmen, ohne Titel, Weber 020.79 - B 0014

54. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

ohne Titel

Mischtechnik auf Leinwand 1979

169,5 x 145,5 cm

sign. dat. bez.

Weber 020.79 - B 0014

[23737]

Karl Fred Dahmen,

55. Karl Fred Dahmen

(Stolberg 1917 - 1981 Preinersdorf)

"Mocambo"

Mischtechnik auf Leinwand 1980

125,5 x 100,5 cm

sign. dat. bez. bet.

Weber 002.80 - B 0561

[23738]






"Das Charakteristikum meiner Bilder war und ist immer der Gegenstand.
Und der hatte oft mit meiner Biografie zu tun – Personen, Landschaften, Ereignisse."
Georg Baselitz, 2012


Zum 80. Geburtstag des Künstlers


24.01.–10.03.2018 im Studio

GEORG BASELITZ

(geb. 1938 in Deutschbaselitz)

Arbeiten aus dem graphischen Œuvre


Georg Baselitz,

Georg Baselitz

(geb. 1938 in Deutschbaselitz)

"Meine neue Mütze"

Linolschnitt 2002

228 x 170 cm Abb. 201,8 x 148,2 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[22759]



Zeitgleich zeigen wir in den verbleibenden Ausstellungsräumen der Galerie:
KARL FRED DAHMEN
– Arbeiten auf Leinwand und Papier, Materialbilder und Objektkästen


Die Galerie bleibt Karneval vom 8. bis 13. Februar 2018 geschlossen.



Georg Baselitz,

Georg Baselitz

(geb. 1938 in Deutschbaselitz)

"Gartenbank"

Kaltnadel und Farbaquatintaradierung 2016/17

120,5 x 80,5 cm, Pr. 99,5 x 66 cm

sign. num. dat.

Auflage 12 Exemplare

[23782]


GEORG BASELITZ

Der deutsche Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Georg Baselitz ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit. Sein Werk prägte mit seinem radikal expressiven Stil die figurative Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Georg Baselitz wurde am 23. Januar 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz, Sachsen, geboren. In Anlehnung an seinen Geburtsort nahm er 1961 den Künstlernamen Georg Baselitz an.

Anlässlich seines 80. Geburtstags widmen ihm internationale Museen, u.a. die Fondation Beyeler und das Kunstmuseum in Basel, die Pinakothek der Moderne in München sowie das Museum Morsbroich in Leverkusen umfassende Retrospektiven. Die Galerie Boisserée ehrt den Künstler vom 24. Januar bis zum 10. März 2018 mit einer Studioausstellung des Spätwerks seiner druckgrafischen Arbeiten.

Mitte der 60er Jahre entdeckte Baselitz die Druckgraphik für sich und erwies sich von Anfang an als ebenso exzellenter wie experimentierfreudiger Graphiker. "Mein Hauptanliegen ist, dass, wenn sich in meiner Arbeit an Bildern und Skulpturen und Zeichnungen etwas verändert hat oder wenn sich eine neue Idee ergeben hat, ich diese benutze und in einer grafischen Technik ausführe als Korrektur oder als Verdeutlichung, als Ausrufezeichen." (Georg Baselitz 1989) Dabei reflektierte er stets die spezifischen Bedingungen des Mediums und schöpfte die Möglichkeiten der unterschiedlichen Verfahren (Radierung, Holzschnitt, Lithographien) konsequent aus und erweiterte sie.





Sie können sich fast alle Exponate der Ausstellung hier ansehen.