Josef Albers

Werke / Works of art / Trabajos / Œuvres d'art

Josef Albers,

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 Orange/Connecticut)

"I-S LXXI a"

Siebdruck 1971

58,4 x 58,4 cm Abb. 38,1 x 38,1 cm

sign. num. dat. bet.

Auflage 125 Exemplare

Danilowitz 205

[18420]

Josef Albers,

Josef Albers

(Bottrop 1888 - 1976 Orange/Connecticut)

"K G"

Farbsiebdruck 1966

43,3 x 43,2 cm Abb. 27,9 x 27,9 cm

sign. num. dat. bet.

Auflage 350 Exemplare

Danilowitz 170

[20183]


Biografie / Biography / Biografía / Biografie

Josef Albers
(Bottrop 1888 - 1976 Orange/Connecticut)
Nach seiner akademischen Ausbildung in Berlin, Essen und München beginnt Josef Albers, 1888 in Bottrop (Ruhrgebiet) geboren, im Jahr 1920 sein Studium am Bauhaus in Weimar. Bereits 1923 wird er dort mit der Leitung der Werkstatt für Glasmalerei beauftragt – der Beginn einer erfolgreichen Karriere als Kunstpädagoge. In dem folgenden Jahrzehnt entstehen neben Glasbildern auch zahlreiche Entwürfe für Möbel, Glas- und Metallgeräte. Farbe spielt in dieser Zeit kaum eine Rolle.
Als das Bauhaus 1933 durch die Nationalsozialisten geschlossen wird, erhält er einen Ruf an das Black Mountain College in Ashville, North Carolina, und siedelt in die USA über. Seine Tätigkeit als Kunstpädagoge endet mit seiner Emeritierung als Direktor der Kunstschule des Institute of Fine Arts der Universität Yale im Jahr 1958. Zu seinen bedeutendsten Schülern zählen John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd, Merce Cunningham, Eva Hesse und Richard Serra.
Von 1949 bis 1959 stand er dem Art Department der Yale-Universität vor. Daneben hatte er zahlreiche Gastdozenturen (u.a. in Harvard, Hartford, Havanna, Santiago de Chile und Ulm).
Mit der Übersiedlung in die Vereinigten Staaten beginnt eine neue Periode im Schaffen des Künstlers. Albers experimentiert mit linearen Formen, die die Sicherheit geometrischer Ordnungen durchbrechen, wobei er nun auch die Farbe in seine Kompositionen mit einbezieht. Dieser "geometrische Surrealismus" (Werner Spies) fordert die sinnliche Wahrnehmung des Betrachters heraus, der als Individuum das Kunstwerk miterleben und immer wieder neu erschaffen soll. Dazu zählt insbesondere die Betonung der Farbe in ihrer Eigensprachlichkeit: Das Agieren der Farbe tritt an die Stelle eines traditionellen Kompositionsverständnisses, das geometrische Elemente in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zueinander setzt. Nun kommt die Bildfläche in den Blick, strukturiert durch wenige überschaubare Elemente.
Albers experimentierte viel mit der Wirkung von Farben, Formen, Linien und Flächen aufeinander, mit der Subjektivität der optischen Wahrnehmung: In diesen Zusammenhang gehört auch seine berühmteste Serie "Homage to the Square", deren Bilder immer gleich aus drei oder vier ineinander geschachtelten Quadraten verschiedener Farben bestehen. Es geht um die Interaktion der Farben, die durch bloße Gegenüberstellungen ihre Wirkung unendlich verändern können. "Homage to the Square" sind die tendenziell unendliche Variation eines Themas, das durch das Spiel der Farbe immer neue Perspektiven offenbart. Die Farbe folgt ihrer eigenen Grammatik.
Die Farben sind nie gemischt, sondern direkt aus industriell hergestellten Farben aufgetragen, deren Artikel-Nummern der Maler auf der Rückseite der Bilder vermerkte. Dadurch wird ersichtlich, dass ein und dieselbe Farbe je nach Umgebung völlig unterschiedlich auf den Betrachter wirkt.
Als Lehrer wie als Künstler ist Albers wegweisend für eine ganze Generation amerikanischer Künstler. Op-Art, kinetische Kunst, Colourfield Painting, Neue Abstraktion und Minimal Art sind von seinem Schaffen beeinflusst. Albers, der mit der Ausstellung "The Responsive Eye" im Museum of Modern Art, New York auch als Künstler international bekannt wird, erhält zahlreiche Ehrungen. Insgesamt vierzehn Mal wird ihm die Ehrendoktorwürde verliehen, 1968 erhält er das Große Verdienstkreuz des Ordens "Pour le Mérite".