Zukünftige Ausstellungen

Zukünftige Ausstellungen



Neuer Bestandskatalog "Galerie Boisserée - Katalog mit ausgewählten Werken aus den Beständen der Galerie" mit 211 Exponaten auf 248 Seiten soeben erschienen!

Für den Betrag von Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit, den
Katalog virtuell durchzublättern (linke Maustaste – online durchblättern oder
rechte Maustaste downloaden – Empfehlung: downloaden) – der Katalog ist als
PDF-Datei abgelegt und kann mit dem Adobe Reader gelesen werden.

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"Antwort
Kunst stellt Fragen.
Selbst wenn sich der Betrachter eines Werkes auf viele Fragen Antworten geben kann, so bleibt immer eine letzte Frage.
Ein gutes Kunstwerk stellt viele Fragen.
Ihre Antworten liegen im Werk selbst. Als letztes bleibt über allen jedoch die Frage bestehen."
Dietrich Klinge


16.05.–30.06.2018

DIETRICH KLINGE

(geb. 1954 Heiligenstadt)

Skulpturen


Dietrich Klinge,

23. Dietrich Klinge

(geb. 1954 Heiligenstadt)

"Huhau"

Bronze 2013

210 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[23851]




Zur Eröffnung am Mittwoch, den 16. Mai 2018 um 18.30 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Der Künstler ist anwesend.



Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 62 Seiten und 45 Abbildungen.
Für den Betrag von Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.


Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeit den Katalog als PDF virtuell durchzublättern.

Dietrich Klinge,

4. Dietrich Klinge

(geb. 1954 Heiligenstadt)

"Große Fahme"

Bronze 1999

130 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[23358]



Pressetext zur Ausstellung


Dietrich Klinge,

6. Dietrich Klinge

(geb. 1954 Heiligenstadt)

"Torso Fahme"

Bronze 1999/2016/2017

145 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[23362]



DIETRICH KLINGE

- Skulpturen

Zum ersten Mal zeigt die Galerie Boisserée eine Einzelausstellung des 1954 in Heiligenstadt geborenen Bildhauers Dietrich Klinge.

Klinge stellt die menschliche Figur in das Zentrum seines Schaffens. Es sind Bilder des Menschen und zugleich doch nicht! Es sind Wesen, die so und nur so als Schöpfungen des Künstlers entstanden sind, entstehen konnten.

Der Betrachter blickt auf Klinges Skulpturen. Diese blicken zurück und sprechen, unerheblich ob augen- oder mundlos, von Zeiten – von unserer Zeit, von früheren Zeiten, von Zeitlosigkeit und vom Sein und Nichtsein, vom Leben und vom Tod. Zugleich tragen sie das Wissen über die menschliche Figur und das Ringen um ihre Erscheinungsform seit Anbeginn des künstlerischen Schaffens in sich. Sie erinnern an die älteste steinzeitliche Kunst, an die Plastiken der archaischen Klassik, die Kunst des alten Ägyptens, der Kelten und Germanen, an die Kunst der indigenen Völker Afrikas, des Pazifiks wie an den Expressionismus. "Die Menschen sehen die Kraft in meiner Arbeit, die sie mit dem Expressionismus, Afrikanischer Kunst oder sogar mit zeitgenössischen Künstlern wie Baselitz assoziieren, aber wie bei romanischen Skulpturen existiert die Kraft im Inneren der Arbeit." Und das ist der tiefe Grund, weshalb die Arbeiten des Künstlers Dietrich Klinge uns berühren. Wir erkennen uns wieder! Es ist keine Kunst, um der Kunst Willen. Es ist Kunst, um der Menschen Willen.

Die Skulpturen werden zunächst in Holz gearbeitet und dann in Bronze gegossen. Für Dietrich Klinge ist nur die in Bronze gegossene Form das Kunstwerk. Das Holzmodell ist jedoch integraler Bestandteil der endgültigen Ausführung. "Das Holz, das ich benutze, zeigt die Zeit des Lebens des Baumes und mein Werk in diesem Holz." Die Oberfläche macht den Bearbeitungsprozess, die Transformation des Holzmodells in Bronze, sichtbar. Die Oberflächen meint man, haptisch erfahren zu können. "Menschen sind Teile, die zusammengehalten werden", sagt Dietrich Klinge und so setzt er seine Skulpturen aus ganz unterschiedlichen Hölzern und Holzblöcken zusammen, bearbeitet sie oder belässt sie in ihrem Urzustand.

Klinges erste Ganzkörperfiguren sind Mitte der 90er Jahre entstanden. Sie folgen der menschlichen Anatomie, ohne den menschlichen Körper realitätsgetreu dazustellen. In ihnen manifestiert sich ein Zur-Ruhe-Kommen, ein In-Sich-Ruhen, nicht im Sinne von Passivität, sondern von nach innen gerichteter physischer und geistiger Kraft. Sie strahlen große Sinnlichkeit aus.

Konkurrierende Asymmetrie, stilisierte Gesichtszüge, bewusst durch unebene Konturen dargestellt, zeichnen Dietrich Klinges Köpfe aus. Jeder besitzt eine eigene Autorität, die ihn als Individuum präsent macht. Wie bei den Bronzeköpfen sind die vielfach entstandenen Hände und Füße nicht nur einfach ein Teil des Körpers, sondern stehen symbolisch für den ganzen Körper.

Seit 1987 bis heute experimentiert er mit kleinen Modellen – er nennt sie "die Kleinen", die weniger Modell, eher dreidimensionale Skizzen sind. Ursprünglich aus Wachs geformt, später in Bronze gegossen, dienen sie als Basis für formale Fragestellungen des Künstlers, die er auf die großen Holzmodelle überträgt.

Dietrich Klinge gelingt es stets, seine torsohaften Gestaltungen als vollendet zu erschaffen. Der fehlende Arm, der fehlende Körper, der fehlende Kopf werden vom Betrachter auf einer tiefen, menschlichen Ebene hinzugedacht, hinzugefügt. Das rational festzustellende Fehlen löst sich auf.

Die Kölner Ausstellung umfasst fast 40 Werke aus der Zeit zwischen 1999 bis 2017. Die vorgestellten Werke vermitteln dem Besucher die Vielseitigkeit von Dietrich Klinges Schaffen. Allen Arbeiten gemeinsam ist ihre Intensität, ihre konzentrierte, ihre physische und geistige Kraft. Sie überdauern den Moment der Zeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 37 Exponaten mit schwarzweißen und farbigen Abbildungen auf 61 Seiten (Euro 10 inklusive Versand im Inland).


Dietrich Klinge, Entwurf für eine große Figur V (EV)

16. Dietrich Klinge

(geb. 1954 Heiligenstadt)

Entwurf für eine große Figur V (EV)

Bronze 2004

238 x 211 cm

sign. num. dat.

Auflage 6 Exemplare

[23852]


Sie können sich fast alle Exponate der Ausstellung hier ansehen.

Atelier Dietrich Klinge, Weidelbach 2018 © Foto: Dietrich Klinge