Vergangene Ausstellungen

2005

23.11.2005–28.01.2006

Pablo Picasso – prints and photos

Ausgewählte Originalgraphiken des Künstlers Pablo Picasso photographischen Portraits des Künstlers von Edward Quinn (Dublin 1920-1997 Altendorf, CH) gegenübergestellt

16. Pablo Picasso, Bloch 230, Baer 609 VI B.c.

16. Pablo Picasso

"Faune dévoilant une Femme" / "Faune dévoilant une dormeuse"

aus "La Suite Vollard" (Faun eine Frau enthüllend / Faun eine Schlafende enthüllend)

Aquatintaradierung 12.6.1936/1939 Paris

34,2 x 44,7 cm, Abb. 31,4 x 41,5 cm

sign.

Auflage ca. 250 Exemplare

Bloch 230, Baer 609 VI B.c.

[15210]

15. Edward Quinn

15. Edward Quinn

"Picasso mit Stiermaske"

späterer Silbergelatineabzug (2005) auf Barytpapier 1959

39,9 x 49,5 cm, Abb. 32,5 x 44,6 cm, gestempelt und mit Nachlasssignatur versehen

Picasso eine Stiermaske tragend in "La Californie", Cannes 1959.

[15628]

© Edward Quinn 2005


Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit 120 Seiten und 118 farbigen Abbildungen zu Euro 15.


Eine spannende Gegenüberstellung von Photographie und Graphik wagt die Galerie Boisserée mit einem Künstler, der sich aus zweierlei Gründen bestens hierzu eignet – Pablo Picasso. Picasso gehört nicht nur zu den wichtigsten Graphikern des 20. Jahrhunderts, sondern war als Künstler von großer Persönlichkeit immer wieder lohnendes Objekt für zahlreiche Photographen. Hierzu gehörte u.a. der - ebenfalls international arrivierte Ire Edward Quinn (1920-1997). Seine herausragenden Fotos von Picasso vermitteln einen hervorragenden Einblick in den privaten Lebensraum des Künstlers. Zudem machen sie die Themenvielfalt im graphischen Oeuvre begreiflich, mit der sich Picasso immer wieder auseinandergesetzt hat. Das ungewöhnliche Ausstellungsprojekt, in einem begleitenden Katalog vollständig dokumentiert, verspricht für den Betrachter nicht nur faszinierend, sondern höchst aufschlussreich zu werden. So findet man den von Quinn portraitierten glücklichen Picasso mit seiner damaligen Lebensgefährtin Francoise Gilot und seinen beiden Kindern Claude und Paloma, in einem anderen Foto den Vater malend mit seinen Kindern. Diesen Photographien werden entsprechende graphische Arbeiten Picassos gegenübergestellt – so besticht die Intimität des Augenblicks ebenso in den zwei 1953 entstandenen Radierungen mit dem Titel "Francoise, Claude, Paloma: La lecture et les jeux. II und III (Bloch 736/737). Picassos Verehrung der Mutter dieser beiden Kinder wird nicht nur in einem Foto von Francoise Gilot neben Picasso, sondern noch mehr in der 1947 von Picasso geschaffenen, großformatigen Aquatintaradierung (Bloch 457) deutlich. Ein Exemplar der 1964 entstanden, farbigen Aquatintaradierung des "fumeur barbu" (des bärtigen Rauchers) beeindruckt in der gekonnten Abstraktion und Reduktion des kräftigen Striches, verglichen zu einem Portrait des rauchenden Picassos mit nacktem Oberkörper in seinem Atelier. An farbiger Expressivität kaum noch zu steigern ist das kostbarste Blatt dieser Ausstellung mit dem Titel "Figure au corsage rayé" (Figur mit gestreifter Bluse), eine 1959 von Picasso lithographierte Arbeit, die zu den schönsten und gesuchtesten Darstellungen von Francoise in seinem graphischen Œuvre gehört (Bloch 604). Zu diesem Blatt steht nur der viel strengere, in Brauntönen gehaltene, drei Jahre später entstandene Farblinolschnitt seiner Frau Jacqueline ("Portrait de Jacqueline de face. II", Bloch 1063) in Konkurrenz, von dem die Galerie Boisserée eines der 8 signierten Künstlerexemplare in einem vortrefflichen Zustand anbietet. Vertreten sind elf Radierungen aus der "Suite Volard", hier u.a. das 1938 radierte Hauptblatt in einem signierten und kontrastreichen Abzug mit dem Titel "Faune dévoilant une dormeuse", in dem Picasso einen Faun eine schlafende Schönheit enthüllen lässt (Bloch 230). Zu den bekanntesten Picasso-Fotos von Edward Quinn zählt in dieser Ausstellung eine Szene, in der sich Picasso, wiederum mit nacktem Oberkörper, eine aus Weiden geflochtene Maske eines Stierkopfes vor das Gesicht hält - seine Liebe zur Stierkampf verdeutlichend.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, den 23. November durch Herrn Dr. Uwe Westfehling, Leiter der graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums eröffnet, der auch das Vorwort zum umfassenden Ausstellungskatalog (Euro 15) schrieb. Die meisten Exponate der Ausstellung können zeitgleich zur Ausstellung auf der Homepage der Galerie Boisserée www.boisseree.com angesehen werden.

24. Pablo Picasso, Bloch 604, Gauss 503

24. Pablo Picasso

"Figure au corsage rayé" (Figur mit gestreifter Bluse)

Farblithographie in 6 Farben (gelb, rot, grün, braun, violett, schwarz) 3.4.1949

65,3 x 50,2 cm

sign.

bez., Auflage 55 Exemplare

Bloch 604, Gauss 503

[15214]

23. Edward Quinn

23. Edward Quinn

"Picasso und Francoise Gilot"

späterer Silbergelatineabzug (2005) auf Barytpapier 1953

49,6 x 40 cm, Abb. 34,5 x 35,7 cm, gestempelt und mit Nachlasssignatur versehen

Picasso u. Francoise Gilot im Atelier "Le Fournas" mit Skulptur "Kopf von Francoise", Vallauris 1953.

[15639]

25. Pablo Picasso, Bloch 1063, Baer 1280 IV B.a.

25. Pablo Picasso

"Tête de Femme" / "Portrait de Jacqueline de face. II" IV. Zustand

(Kopf einer Frau / Portrait von Jacqueline von vorne. II), Farblinolschnitt in 4 Farben 1962

75,3 x 61,8 cm, Abb. 64 x 52,5 cm

sign.

bez., Auflage ca. 70 Exemplare

Bloch 1063, Baer 1280 IV B.a.

[14814]

26. Edward Quinn

26. Edward Quinn

"Picasso und Jaqueline"

späterer Silbergelatineabzug (2005) auf Barytpapier 1955

40 x 49,7 cm, Abb. 35,2 x 44,6 cm, gestempelt und mit Nachlasssignatur versehen

Picasso u. Jaqueline betrachten, umgeben von Leinwänden, ein Porträt Jaquelines mit schwarzem Kopftuch.

Picasso notierte auf dem Gemälde "Pour Jaqueline, aimée, Picasso", Cannes 1955

[15629]

61. Pablo Picasso, Bloch 519, Gauss 370, Mourlot 112, Rau 347

61. Pablo Picasso

"Faune souriant" (Lächelnder Faun), Zinkographie 10.3.1948

76,5 x 56,5 cm, Abb. 65,6 x 54,5 cm

sign., num.

Auflage 55 Exemplare

Bloch 519, Gauss 370, Mourlot 112, Rau 347

[14968]

60. Edward Quinn

60. Edward Quinn

"Picasso mit einigen Gemälden in der Villa "La Californie""

späterer Silbergelatineabzug (2005) auf Barytpapier 1956

49,5 x 40 cm, Abb. 34,6 x 35,2 cm, gestempelt und mit Nachlasssignatur versehen

[15642]


19.10.2005–12.11.2005

Antonio Saura – "Damas-party"

Arbeiten auf Leinwand und Papier

Antonio Saura, Ref. OWC P-57

Antonio Saura

"Grand nu" (Große Nackte)

Öl auf Leinwand 1959, 194 x 195 cm

sign. dat.

Ref. OWC P-57

Katalog Damas Nr. 16

[15537]


Zur Ausstellung erschien ein 96 Seiten umfassender Katalog mit über 100 farbigen Abbildungen zum Preis von Euro 15.

Ausstellung vom 19. Oktober bis zum 12. November 2005


Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums ihres Standortes in der Drususgasse zeigt die Kölner Galerie Boisserée eine umfangreiche Show des 1998 verstorbenen Malers Antonio Saura mit dem Titel "Damas-party". Saura, der zu den wichtigsten international arrivierten spanischen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt und dessen Arbeiten sich in bedeutenden Sammlungen der ganzen Welt befinden (u.a. Museum of Modern Art, New York; Centre Georges Pompidou, Paris; Stedelijk Museum, Amsterdam), wird zum zweiten Mal in einer Einzelausstellung bei Boisserée, vorwiegend mit Arbeiten auf Papier, präsentiert.

Zentrales Motiv bei Antonio Saura ist die menschliche Figur, die durch die Malweise, einem schnellen und expressiven Pinselstrich mit pastosem Farbauftrag, und durch die übertriebenen, karikaturhaften Formen, auf den Betrachter ausdrucksstark und emotionsgeladen wirkt.

Die diesjährige Ausstellung mit dem Titel "Damas-party" widmet sich ausschließlich dem Thema "Damas" (Frauen) und beinhaltet neben wenigen Leinwänden eine umfangreiche Sammlung von Arbeiten auf Papier aus 4 Jahrzehnten aus dem Nachlass des Künstlers.

Diese Werkgruppe stellt den wohl fundamentalsten Komplex im Werke Sauras dar. Bereits im Jahr 1954 bekundet Saura, dass der Frauenkörper in den meisten seiner Bilder präsent sei, quasi aus dem Nichts, "oft auf seine elementarste Erscheinungsform reduziert und allen möglichen verunstaltenden Behandlungen unterworfen". Er sieht seine "Damas" jedoch nicht als "Deformierungen", sondern vielmehr "Wiederherstellungen".

Die Frauenkörper seien Reaktivierungen eines "bestimmten, weiblichen Archetypen, (...) ein Bild, das mich nicht loslässt". Saura machte die Erfahrung, dass bloße Spontaneität des Malers noch kein ästhetisches Produkt ergibt. Dies hat nämlich noch keine Form. Der Frauenkörper ist vor allem "Stütze für den Malakt, um sich nicht zu verlieren, um nicht in einem Malen ohne Kontrolle zu versinken, wo das Chaos und die Maßlosigkeit die Aussage zunichte machen". Keine der "Damas" hätte die Chance zum Cover-Girl einer Illustrierten - doch ihr Betrachter verspürt eine merkwürdige Attraktion, wenn er in den amorph wirkenden Gestalten irgendwann ein Augenpaar, einen Kopf oder eine weibliche Brust erkennt. Die Radikalität der Malerei Antonio Sauras sprengt jeglichen Begriff des Schönen und Gefälligen und spürt der Genese von Kreativität nach. Der Schock vor der (vermeintlichen) Deformation weicht dem Staunen vor der Kunst.


Einen Teil der Ausstellung zeigen wir auch auf der diesjährigen ART COLOGNE (28.10.2005–01.11.2005) auf unserem Stand A1 in Halle 9.1 .

Antonio Saura, Ref. S-1968

Antonio Saura

"Desnudo" (Akt)

Mischtechnik auf Papier 1961, 17,3 x 23,4 cm

sign.

Ref. S-1968

Katalog Damas Nr. 25

[15546]

Antonio Saura, Ref. S-93

Antonio Saura

"Dama" (Dame)

Mischtechnik auf bedrucktem Papier, Übermalung 1975, 30,5 x 25,5 cm

sign. dat.

Ref. S-93

Katalog Damas Nr. 35

[15556]


Saura – Damas

Wer der Kunst Sauras zum ersten Mal begegnet, ist irritiert, vielleicht schockiert. Seine zerschrundenen, knorpelhaften Bildgestalten wirken, als hätte sich Goyas kinderschlingender Saturn über alles hergemacht, was irgend einem Menschen gleicht. Doch statt der Farbe der Zerfleischung herrschen Grau und Braun und Schwarz auf dem Papier, vor allem Schwarz. Selten Farbe, Rot. Sauras Bildnisse gleichen umgerührten, dunklen, teigigen Massen, die Figuren ähneln verbrannten Skeletons. Keine seiner "Damas" hätte die Chance zum Cover-Girl einer Illustrierten. Der geduldige Betrachter verspürt jedoch nach einiger Zeit eine merkwürdige Attraktion. Selbst die ganz amorph wirkenden Gestaltungen lassen irgendwann ein Augenpaar entdecken, einen Kopf, eine weibliche Brust. Wer findet sie? Sauras Bilder erscheinen jetzt grotesk – komisch, und nicht mehr grausam. Je unförmiger sie sind, desto größer der Spaß am Entdecken von Gesichter und Körpern - wie die Freude von Kindern beim Betrachten von Wolkengebilden, oder wie die Leonardo da Vincis, der in zufälligen Flecken einer Wand Bilderfindungen fand. Bilderfindungen fand! Das klingt paradox und tautologisch zugleich, und ist es auch. Leonardo entdeckt Bilder in irgendwelchen Mauerflecken, er liest sie hinein. Und dennoch sind sie prima causa von Natur vorgegeben. Analog dazu die Kreaturen, die aus Sauras Bildern schauen: Sie sind, so der Künstler, Ergebnis archaisierender Malvorgänge. Sie loten Kreativität vor aller Form- und Stilbildung aus und landen deshalb beim Figürlichen. In der Art umreißt Saura das Thema seiner "Damas". Doch dies ist noch abstrakt und erklärt nicht die konkrete Beunruhigung, die emotionale Ratlosigkeit, die den Betrachter seiner Bilder überfällt.

Sauras Malerei ist schwierig. Ein in der Kunstbetrachtung übliches Verfahren sucht das Werk eines Künstlers dadurch zu begreifen, indem man es mit dem Œuvre Anderer vergleicht. Wer und was sind die Vorbilder? Manchmal zielt man so tatsächlich auf den Kern der Sache. Antonio Saura scheint diese Vorgehensweise selbst zu empfehlen, wenn er im zeitlebens geführten Eigenkommentar sein Werk der "konstanten und bejahenden Präsenz des menschlichen Wesens in der spanischen Kunst" *) zuordnet oder sich auf Velázquez oder Goya als Vorbildner seiner Kunst bezieht. Das Kind Saura ließ sich bereits nachhaltig von Werken dieser Künstler im Madrider Prado beeindrucken, so von Velázquez' "Kreuzigung" von 1632. Diese Bilder versammelte er in einem kleinen imaginären Museum. Sie wurden Ausgangspunkt für teils über Jahrzehnte verfolgte Werkkomplexe.

Saura sucht jedoch keine Stilübernahmen zu den Altmeistern. Allenfalls in der Groteske zeigt er sich Goya verwandt. Auch ikonographisch sind Sauras Bilder von ihren Vor-Bildern weit entfernt. Sauras "Kreuzigungen" meinen nicht den historischen Jesus oder den von Velázquez, sondern ihnen ist "die zeitlose Präsenz des Leidens eingeschrieben". Sie zielen auf die grundlegende Erfahrung von Leid Aller und des Einzelnen. Die "Damas" haben keine historischen Vorbilder; das macht diese Werkgruppe noch schwieriger. Sie sind aber wohl der fundamentalste Komplex im Werke Sauras.

Die "Damas" sind Resultat eines radikal forschenden Malvorganges. Saura hat im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung nie den Gestus des Informellen verlassen. Das war auch für ihn der Weg zum unmittelbaren Ausdruck des malenden Subjekts. Doch Saura machte eine scheints ihn selbst erstaunende Erfahrung. Seit 1954 nämlich, so bekundet er, sei der Frauenkörper in den meisten seiner Bilder präsent, quasi aus dem Nichts, "oft auf seine elementarste Erscheinungsform reduziert und allen möglichen verunstaltenden Behandlungen unterworfen". Das Beunruhigende an diesen Bildern liegt darin, dass man sie zunächst kaum anders als Zerstörungen des menschlichen, des weiblichen Leibes zu sehen vermag. Saura deutet dies ja auch als seine eigene erste Reaktion an. Die "Damas" sind aber keine Deformierungen. Im Gegenteil. Saura nennt sie "Wiederherstellungen". Die Frauenkörper seien Reaktivierungen eines "bestimmten, weiblichen Archetypen, (...) ein Bild, das mich nicht loslässt."

Dieser Archetyp ist nicht weiter zu benennen. Er hängt in keinem realen oder imaginären Museum. Die "Damas" "(aktivieren) ein obsessives, uraltes Bild, ohne dass dies ein Rückgriff auf klassische Schemata bedeutet, (...) unabhängig von intellektuellen Prozessen wie der Synthese, der Übersetzung oder Abstraktion." Damit sind sie wohl selbst dieser aus dem informellen Malakt herausfallende Archetyp und des weiteren wohl nichts weniger als Sichtbarmachung menschlicher Kreativität schlechthin. Saura machte ja die Erfahrung, dass bloße Spontaneität des Malens noch kein ästhetisches Produkt ergibt. Dies hat nämlich noch keine Form. Der Frauenkörper ist vor allem "Stütze für den Malakt, um sich nicht zu verlieren, um nicht in einem Malen ohne Kontrolle zu versinken, wo das Chaos und die Maßlosigkeit die Aussage zunichte machen." Das klingt nun beinahe wie selbstindizierte Therapie für den Maler, der gegen den "Stier der weißen Leinwand (dem Tod)" vorgeht, um sich‚ nicht im mystischen Weiß, im absoluten Nichts, der totalen Vernichtung zu verlieren'. (Dem demzufolge wäre das schwärzeste Schwarz für die Körpergerüste und Verwerfungen der "Damas" die stärkste Setzung der Existenz.) Nimmt man den existentiellen Ton der Aussagen Sauras ernst, so kommt man, meine ich, zum Fundament seiner Kunst. Schon die Bemühung des Begriffs des Archetypen in der Malerei hat ja das Eigentümliche, dass hier nicht mehr zwischen subjektivem und kollektivem Bild, zwischen Entdeckung des Einzelnen und der Menschheitserfahrung unterschieden werden kann. Saura macht über den malerischen, impulsiv geführten Widerstand gegen den Verlust seines Selbst in Formlosigkeit die - objektive - Erfahrung, dass jede Gestaltung allererst ... Gestalt ist. So wie die ältesten Höhlenmalereien oder die altsteinzeitliche Venus figürlich sind oder wie die ersten Zeichnungen eines Kindes Wiedergaben von Selbst sind: So entdeckt auch Saura im mythologischen Vergleich gesprochen in den Mauerflecken des Inneren - Prometheus. Jede Schöpfung (creatio) aus dem Chaos ist Kreatur, und zwar menschliche Kreatur. Alles andere, jede andere Figur würde schon von der Quelle des Kreativen, also dem, wo Schöpfer und Schöpfung im Menschen noch eins sind, absehen.

Dass die "Damas" jeglichen Begriff des Schönen und des Gefälligen sprengen, liegt an der Radikalität dieser Kunst. Diese Bilder spüren der Genese von Kreativität nach. Sie springen sozusagen vor die Formulierung des Schönen zurück. Sie sind aus dem Teig der Farbe hervortretende ursprüngliche Gestaltungen, Wieder-Holungen des historischen kollektiven Gestaltfindens. Diese Wieder-Holungen geschehen beim Malen. Sie werden aber auch vom Betrachter der Gemälde Sauras vollzogen. Damit weicht der Schock vor der Deformation dem Staunen vor der Kunst. Markus Eckstein, Galerie Boisserée


*) Alle Zitate und Paraphrasen Sauras sind entnommen:

- Antonion Saura, Ausstellungskatalog Düsseldorf, 1979.

- Antonio Saura. Arbeiten auf Papier aus dreißig Jahren, Ausstellungskatalog Berlin, 1985.


28.10.2005–01.11.2005

Teilnahme an der ART Cologne 2005

- Pablo Picasso - Prints and Photos

- Antonio Saura - Damas-party

- sowie Graphik und Malerei aus dem Galerieprogramm


02.09.2005–08.10.2005

Max Ernst

(Brühl 1891–1976 Paris)

Malerei, Graphik, Skulpturen und Multiples sowie Fotos des Künstlers Max Ernst von Edward Quinn (1920–1997)

Max Ernst, "L'oiseau Janus" (Vogel Janus), Bronze mit braun-schwarzer Patinierung 1974

Max Ernst

90.

"L'oiseau Janus" (Vogel Janus), Bronze mit braun-schwarzer Patinierung 1974

[15123]


Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit 144 Seiten und ca. 160 farbigen Abbildungen zum Preis von Euro 15.


Die meisten Exponate der Ausstellung können zeitgleich zur Ausstellung oder auch nach der Ausstellung auf der Homepage der Galerie Boisserée unter folgendem Link – Max Ernst – angesehen werden.

Edward Quinn, "Max Ernst im Atelier, Paris"

Edward Quinn

87.

"Max Ernst im Atelier, Paris"

späterer Silbergelatineabzug auf Barytpapier 1974 (2005),

mit Copyright-Stempel versehen und von der Witwe des Fotografen,

Gret Quinn, datiert und signiert

[15376]

Euro 950

© Edward Quinn, 2005


Zeitgleich zur Eröffnung des Max Ernst Museums in Brühl veranstaltet die Galerie Boisserée eine umfassende Einzelausstellung des 1891 in Brühl geborenen Künstlers, der zu den Gründern und führenden Malern der Pariser Surrealistengruppe zählt. Neben Malerei und Zeichnungen, Collagen sowie Skulpturen und Multiples beinhaltet die Ausstellung vornehmlich eine umfangreiche Sammlung von über 80 Exponaten aus dem graphischen Œuvre, die nach intensiver Sammeltätigkeit von der Galerie nun zum Kauf angeboten werden. Ebenso findet der Besucher mit Radierungen illustrierte Bücher, darunter das Buch "Galapagos" von Antonin Artaud, sowie ein Hauptwerk der bibliophilen Buchkunst mit 34 Radierungen von Max Ernst, welches unter dem Titel "Maximiliana ou L'Exercise illégal de l'Astronomie" im Jahr 1964 in einer Auflage von nur 75 Exemplaren erschienen ist. Abgerundet wird diese Präsentation durch eine kleine und reizvolle Sammlung von Fotos des 1997 verstorbenen Irischen Fotographen Edward Quinn, die den Künstler bei der Arbeit oder im Garten mit Dorothea Tanning zeigen und Eindrücke seiner Ateliers vermitteln.

Max Ernst war in den unterschiedlichen Gattungen Malerei, Zeichnung, Graphik und Skulptur tätig. Seine Vielseitigkeit und sein Erfindungsreichtum zeigen sich auch in der Vielzahl der technischen Mittel, mit denen er in jedem dieser Bereiche experimentierte. Besonders in seinem graphischen Œuvre fällt auf, dass er die Radierungen gerne nachträglich überarbeitete, indem er z.B. Collageelemente einklebte oder sie mit Kreide oder Aquarellfarben kolorierte. Radierungen eines Motives druckte er in verschiedenen Farbvarianten. Neben Zustandsdrucken sind in der Ausstellung mehrere Beispiele solcher Farbvarianten ein und derselben Radierung zu sehen. Besonders hervorzuheben ist ein Guss der 1974 entstanden Bronzeplastik "L'oiseau Janus", eine Zeichnung mit Collage aus dem Jahr 1950, die als Illustrationsvorlage zu einem Buch entstand und eine farbige Tuschezeichnung aus dem Jahre 1964, die ein abstrahiertes Vogelpaar darstellt.

Ebenso drei Collagen, darunter die 1970 entstandene Arbeit "Jeune fille changée en locomotive", sowie ein kleines Ölbild aus dem Jahre 1964 mit dem Titel "Opus Dei".

Im graphischen Bereich sei auf eine komplette Suite der 8 farbigen Radierungen zu "Oiseaux en péril" hingewiesen, die Max Ernst ein Jahr vor seinem Tod als Illustrationen zu Gedichten seiner letzten Frau Dorothea Tanning kreierte. In dieser Ausstellung, die am Freitag, den 2. September durch Herrn Dr. Jürgen Pech vom Max-Ernst-Museum in Brühl eröffnet wird, stellt die Galerie Boisserée eine der umfangreichsten und qualitativ hochwertigsten Sammlungen von Max Ernst-Graphik vor, die in letzter Zeit im internationalen Kunsthandel angeboten worden sind. Zur Ausstellung erscheint ein 144 Seiten umfassender Katalog mit über 160 farbigen Abbildungen und einem Vorwort von Jürgen Pech (Euro 15).

Max Ernst, zu "Les chiens ont soif" (Die Hunde dürsten)

Max Ernst

3.

zu "Les chiens ont soif" (Die Hunde dürsten)

Farbige Tusche und Pastell auf hellgrauem Büttenpapier 1964

vgl. Spies/Leppien 098 und A 9 (Nr. V, S.18)

[14512]

Max Ernst, "L´Ecclesiaste" - Opus Dei (Der Kleriker)

Max Ernst

4.

"L´Ecclesiaste" - Opus Dei (Der Kleriker)

Öl auf Karton 1964, noch nicht bei Spies

[15515]

Max Ernst, "Jeune Fille changée en locomotive" (Jg. Mädchen in Lokomotive verwandelt)

Max Ernst

6.

"Jeune Fille changée en locomotive" (Jg. Mädchen in Lokomotive verwandelt)

Collage auf Papier 1970, noch nicht bei Spies

[15497]

Max Ernst, ohne Titel bzw. "Le chapeau rouge", "Personnages" (Der rote Hut, Personen)

Max Ernst

8.

ohne Titel bzw. "Le chapeau rouge", "Personnages" (Der rote Hut, Personen)

Farbaquatintaradierung 1949/1969, Spies/Leppien, 31 A (von B)

[14896] [14662]

Max Ernst, ohne Titel bzw. "Maternité" (Mutterschaft)

Max Ernst

11.

ohne Titel bzw. "Maternité" (Mutterschaft)

Aquatintaradierung 1950, Spies/Leppien 40

[15516]

Max Ernst, "Maximiliana ou L'Exercise illégal de l'Astronomie"

Max Ernst

27.

"Maximiliana ou L'Exercise illégal de l'Astronomie"

(Maximiliana oder die widerrechtliche Ausübung der Astronomie)

Buch mit 34 meist farbigen Radierungen und einer Zeichnung 1964, Spies/Leppien 95 B (von B)

[15159]

Max Ernst, "Bonjour" (Guten Tag), Farbradierung mit vernis mou 1966

Max Ernst

37.

"Bonjour" (Guten Tag), Farbradierung mit vernis mou 1966

Spies/Leppien 109 B (von C)

[13117]

Euro 4950 mit Rahmen

Max Ernst, "Ethernité" (Ewigkeit), Farbaquatintaradierung mit Prägedruck 1971

Max Ernst

62.

"Ethernité" (Ewigkeit), Farbaquatintaradierung mit Prägedruck 1971

Spies/Leppien 205 C (von D)

[14389]

Euro 4950 mit Rahmen

Max Ernst, "Tout en un plus un" (Alles in einem plus eins)

Max Ernst

65.

"Tout en un plus un" (Alles in einem plus eins)

Radierung mit vernis mou und rötlicher Tonplatte 1971

Spies/Leppien 209 B (von C)

[14665]

Euro 4500 mit Rahmen

Max Ernst, "Tout en un plus deux" (Alles in einem plus zwei)

Max Ernst

66.

"Tout en un plus deux" (Alles in einem plus zwei)

Radierung mit vernis mou und rötlicher Tonplatte 1971

Spies/Leppien 210 B (von C)

[14973]

Euro 4500 mit Rahmen

[15200]

Euro 4100

Max Ernst, ohne Titel, Farbaquatinta auf gewalztem Japan 1972, Spies/Leppien 224 A (von C)

Max Ernst

75.

ohne Titel, Farbaquatinta auf gewalztem Japan 1972, Spies/Leppien 224 A (von C)

[15491]

Euro 5300 mit Rahmen

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, "Si le chant et la parade ne suffisent pas" aus "Oiseaux en péril"

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst, "Oiseaux en péril" (Vögel in Gefahr)

Max Ernst

98.

"Oiseaux en péril" (Vögel in Gefahr)

8 Farbaquatintaradierungen mit Collage auf Bütten 1975

noch nicht bei Spies/Leppien, Pech Seite 432-437

[15182]


25.06.2005–20.08.2005

Accrochage – Graphik und Malerei der Klassischen Moderne
und zeitgenössische Malerei aus den Beständen

Antonio Saura, "Foule"

Antonio Saura

"Foule", Mischtechnik auf Papier 1964

43,5 x 34,8 cm, sign. dat., Ref. S-1588

[15097]

Joan Miró, Mourlot 432

Joan Miró

"XXIIe Salon de Mai"

Farblithographie 1966

67 x 52 cm

sign. num.

Mourlot 432

[14960]


29.04.2005–18.06.2005

Jan Voss

(geb. 1936 in Hamburg)

Arbeiten aus den letzten Jahren

Anlässlich der Kölner Premieren 2005

Jan Voss, Voss 00079

Jan Voss

"Wandlung XXI"

Öl auf Leinwand 2000

162 x 114 cm, bez.

Voss 00079

[13619]


Die Kölner Galerie Boisserée zeigt zu den "Kölner Premieren" (gemeinschaftliche Eröffnung der Kölner Galerien am 29./30. April) Arbeiten des seit über 40 Jahren in Paris lebenden, 1936 in Hamburg geborenen Malers Jan Voss. Nach einer viel beachteten one-man-show des Künstlers auf der ART COLOGNE 2002 widmet sich die diesjährige Ausstellung den Arbeiten auf Papier und Leinwand aus den letzten Jahren. Zudem werden aber auch einige der weniger bekannten Collagen und Plastiken des Künstlers zu sehen sein, die ebenfalls in der letzten großen Einzelaus-stellung in der Galerie Lelong im vergangenen Jahr in Zürich ausgestellt worden sind.

Jan Voss zählt in seiner Wahlheimat Frankreich zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. In der Bundesrepublik sah man von ihm museale Ausstellungen zuletzt 1997 in der Kunsthalle Kiel und im Jahr 2002 in der Städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch Gladbach.

Das eigentlich durchgehende Thema der Malerei von Jan Voss ist das "geordnete", sich aber gleichzeitig in ständiger Bewegung befindliche Chaos einer vielgliedrigen Situation. Voss experimentiert mit unterschiedlichen Techniken und Materialien – es gibt sowohl kraftvolle, farbintensive, aber auch ganz leise, erzählende und eher zeichnerisch wirkende Arbeiten auf Leinwand. Dem gegenüber stehen die aus zerrissenen Aquarellen collagier-ten Papierreliefs, und die eher leise und fragil auf den Betrachter wirken. Seien es Leinwände, Holzreliefs, Papierreliefs oder Aquarelle, allen gemein ist die Anhäufung unterschiedlicher Farb- und Formenelemente, die ineinander greifen, sich überschneiden und durch Linien, Zeichen und Zeichen-fragmente miteinander verbunden sind. Diese Formensprache wandte Voss zunächst auf das zweidimensionale Bild, ab den 80er Jahren auch auf dreidimensionale Objekte an. Für ihn zählt seitdem alles, was der Bildwerdung dient: reißen, falten, zerknittern, sägen, fräsen, hämmern, nageln und kleben, alle Materialien können somit "Malmaterialien" sein. Diese Komplexität, die die Arbeiten von Voss auszeichnet, "soll," so Voss, "dem Betrachter assoziative Freiräume geben, erst dann entfaltet ein Bild seinen poetischen Gehalt.

Darum darf der Betrachter nicht auf etwas Bestimmtes festgelegt werden. Sein Denkapparat muss frei kombinieren können". So wirken Jan Voss' Arbeiten auf den Betrachter auch rätselhaft und vielschichtig, aber auch optimistisch, fröhlich und vital. "Die Werke", so der mit dem Künstler befreundete Schriftsteller Peter Handke, "geben einem Haus Schwung, so wie man einer Schaukel einen Schwung gibt."


16.02.2005–16.04.2005

Eduardo Chillida

(San Sebastián 1924–2002 San Sebastián)

sowie photographische Portraits des Künstlers und seiner Zeitgenossen von Ernst Scheidegger (geb. 1923 Rorschach, CH)

Eduardo Chillida, "Egitura" (Struktur)

Eduardo Chillida

"Egitura" (Struktur)

Aquatintaradierung 1972, 106 x 75,5 cm, Pr. 33 x 61,5 cm,

sign., bez., Auflage 64 Exemplare,

van der Koelen 72025

[15223]

Ernst Scheidegger, "Eduardo Chillida in St. Paul de Vence im Atelierhaus der Fondation Maeght 1978"

Ernst Scheidegger

"Eduardo Chillida in St. Paul de Vence im Atelierhaus der Fondation Maeght 1978"

Photographie, von Ernst Scheidegger signierter und gestempelter Abzug

30 x 40 cm

Ernst Scheidegger © Neue Zürcher Zeitung, 2005


Ab dem 16. Februar zeigt die Galerie Boisserée Radierungen, Holzschnitte und Lithographien des 2002 verstorbenen, international arrivierten spanischen Bildhauers Eduardo Chillida.


Chillida, der als brillanter Graphiker alle originalgraphischen Techniken beherrscht, hat es geschafft, die Kraft seiner bildhauerischen Tätigkeit auch in der zweidimensionalen Graphik zu fesseln: Seine Graphiken besitzen eine plastische Qualität, die sowohl in der Auffassung des Unter- und Hintergrundes, in der Wahl des Papiers als auch in der Behandlung der Flächenform hervortritt. Er versucht über die Graphik, seine verschiedenen Vorstellungen der Entwicklungen im dreidimensionalen Raum aufzuzeigen. Gerade die Reduzierung der abstrakten Form und die graphische Umsetzung in Schwarz und Weiß führt zu der beachtenswerten Ausdruckskraft seiner graphischen Arbeiten. Chillida hat ein unverwechselbares und absolut zeitlos anmutendes abstraktes graphisches Œuvre hinterlassen, welches inzwischen neben seinen Skulpturen von Sammlern hochgeschätzt wird.

Zusätzlich zeigt die Galerie in der Ausstellung Photoportraits von Chillida des 1923 in der Nähe von St. Gallen geborenen Schweizer Photographen Ernst Scheidegger, dessen Gesamtwerk das Kunsthaus Zürich im Jahr 1992 eine grössere Schau widmete. Gezeigt werden 10 Photographien des Bildhauers Eduardo Chillida, welche Ernst Scheidegger im Jahr 1978 schuf. Sie zeigen den Künstler während seiner bildhauerischen Tätigkeit im Atelierhaus der Fondation Maeght in St. Paul de Vence, alle Abzüge sind signiert und für Interessenten käuflich zu erwerben.

Aber auch einige Zeitgenossen Chillidas wurden von Ernst Scheidegger photographisch festgehalten: "twelve artists by Ernst Scheidegger" ist ein ausdruckstarkes Mappenwerk mit 12 Photographien von Hans Arp, Marc Chagall, Eduardo Chillida, Salvador Dalí, Max Ernst, Oskar Kokoschka, Frantisek Kupka, Fernand Léger, Alberto Magnelli, Joan Miró, Man Ray und Georges Vantongerloo, das ergänzend in dieser Ausstellung gezeigt wird.

Die Mappe im Format 40 x 50 cm erschien in einer Auflage von nur 50 signierten und numerierten Exemplaren, sie enthält 12 Künstler-Photos im Format 24 x 30 cm, jeder Abzug ist gestempelt (2003), numeriert und signiert. Die Mappe kann komplett zum Preis von Euro 4.800 über die Galerie Boisserée erworben werden.


"Nicht den Wind habe ich gesehen,

ich habe die Wolken dahin ziehen sehen.

Nicht die Zeit habe ich gesehen,

ich habe das Laub fallen sehen."

Eduardo Chillida


"Ich bin kein abstrakter Künstler,

ich bin realistischer Künstler –

aber ich habe die äußere

Erscheinung zurückgelassen."

Eduardo Chillida


03.03.2005–06.03.2005

Teilnahme an der ART Karlsruhe

one-man-show von Franziskus Wendels

sowie Arbeiten aus dem Galerieprogramm (Klassische Moderne und zeitgenössische Malerei)

25. Pablo Picasso, Bloch 1063, Baer 1280 IV B.a.

25. Pablo Picasso

"Tête de Femme" / "Portrait de Jacqueline de face. II" IV. Zustand

(Kopf einer Frau / Portrait von Jacqueline von vorne. II), Farblinolschnitt in 4 Farben 1962

75,3 x 61,8 cm, Abb. 64 x 52,5 cm

sign.

bez., Auflage ca. 70 Exemplare

Bloch 1063, Baer 1280 IV B.a.

[14814]

Franziskus Wendels, "Maßwerk IV"

Franziskus Wendels

"Maßwerk IV"

Mischtechnik auf Leinwand 2001/02, 120 x 100 cm

[14758]

Franziskus Wendels, "Akrobaten VIII"

Franziskus Wendels

"Akrobaten VIII"

Lack, Pigmente, Öl auf Leinwand 2004, 60 x 60 cm

[15197]

Franziskus Wendels, "Promissed Land III"

Franziskus Wendels

"Promissed Land III"

Mischtechnik auf Leinwand 2004/05, 100 x 150 cm

[15302]


12.01.2005–02.02.2005

"KUNST UNTER EURO 5000"

Ausgesuchte Original-Radierungen und - Lithographien internationaler Künstler der Klassischen Moderne in sammelwürdigen, kleinen Auflagen.

Antoni Tàpies, Galfetti 728

Antoni Tàpies

"Oval"

Farbradierung mit Prägedruck 1979

56 x 73 cm, Pr. 49,5 x 64 cm

sign., num., Auflage 102 Exemplare

Galfetti 728

[9220]


Mit Arbeiten u.a. von

Georges Braque
Antoni Clavé
Max Ernst
Maurice Estève
Hans Hartung
Fernand Léger
Marino Marini
Joan Miró
Antonio Saura
Emil Schumacher
Pierre Soulages
Antoni Tàpies


Als eine Empfehlung an den jungen Sammler versteht sich eine dreiwöchige kleine Präsentation, die den diesjährigen Ausstellungsreigen der Galerie Boisserée eröffnet. Gezeigt wird ausgesuchte Originalgraphik internationaler Künstler, die heute als Ver-treter der Klassischen Moderne der zweiten Hälfte des 20. Jahr-hunderts gelten. Viele der Künstler dieser Generation waren sogenannte "peintres-graveurs", begeisterte Lithographen und Radierer, d.h. Künstler und Graphiker identisch in einer Person - eines der wichtigen Kriterien bei der Definition von Originalgra-phik. Auf Grund der persönlichen Identifikation der Künstler mit den diversen graphischen Techniken als künstlerisches Medium gelang es vielen dieser Künstlergeneration, eine hohe künstlerische Ausdruckkraft mit meisterhafter graphischer Fertigkeit umzusetzen und zu Papier zu bringen. So gehören z.B. der Deutsche Emil Schumacher (1912–1999), der Franzose Pierre Soulages (geboren 1919) und der Spanier Antoni Tàpies (geboren 1923) zu den wesentlichern Vertretern der abstrakten Radierung der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber vielleicht auch weniger populäre Künstler fallen in dieser Ausstellung auf, wie der 2001 verstorbene, französischen Maler Maurice Estève, ein Zeitgenosse Poliakoffs, mit seinem außerordentlich farbigen und malerisch wirken-den lithographischem Œuvre. Oder der nun über 90jährige Spanier Antoni Clavé mit seinen stark plastisch wirkenden Carborundumradierungen, einer besonderen graphischen Technik, die von Henry Goetz in den 50er Jahren erfunden worden ist. Die Ausstellung dokumentiert an einigen herausragenden Beispielen, dass es auch in der Preislage unter 5000 Euro sammelwürdige Beispiele internationaler Graphik gibt, die musealen Kriterien genügt und zudem dem Besitzer solcher Arbeiten durch ihre künstlerische Qualität viel Freude bereiten kann.

Antoni Clavé, "En noir et vert"

Antoni Clavé

"En noir et vert"

Farbcarborundumradierung 1974, 76 x 56,5 cm

sign., num., Auflage 95 Exemplare

Passeron 341

[15204]

Antoni Clavé, ohne Titel

Antoni Clavé

ohne Titel

Farbcarborundumradierung über Lithographie 1975

75,5 x 55,5 cm

sign. num.

Auflage 60 Exemplare

Passeron 349

[12070]

Euro 1450

Max Ernst, Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

Max Ernst

105.

"Tous les couloirs du soir lilas" aus "Oiseaux en péril"

Farbaquatintaradierung mit Collage auf Japon Nacré 1975

54,4 x 41,8 cm, Pr. 30,6 x 25,5 cm

sign. num.

Auflage 260 Exemplare

noch nicht bei Spies/Leppien Pech Seite 436

[15953]

Euro 4400 m.R.

[15067]

Euro 4200 mit Rahmen

[15208]

Euro 3700

Maurice Estève, "Grisande"

Maurice Estève

"Grisande"

Farblithographie 1966

83 x 56,5 cm, Abb. 65,2 x 49,6 cm, sign. bez.

Auflage 130 Exemplare

Moestrup 39

[14933]

Hans Hartung, "8"

Hans Hartung

"8"

Farbradierung auf Kupfer 1953

50 x 66 cm, Plattenrand 37,5 x 51,5 cm

Exemplar 1/100 signiert, numeriert, Auflage 100 Exemplare

Schmücking 37

Euro 3900 m.R.

Emil Schumacher, "3/1995"

Emil Schumacher

"3/1995"

Farbaquatintaradierung 1995

58,5 x 40 cm, Pr. 20,5 x 14,5 cm

sign. num.

Auflage 42 Exemplare

Kat. Dortmund 1997 S. 56

[14949] [14950]

Euro 1.500 o.R.

Pierre Soulages, "Eau-forte XXXV"

Pierre Soulages

"Eau-forte XXXV"

Farbaquatintaradierung 1979

78 x 72,6 cm, Pr. 49,5 x 52,5 cm

sign. num.

Auflage 100 Exemplare

noch nicht bei Rivière

[13697]

Euro 4200 m.R.

Antoni Tàpies, "Arc bleu", Farbradierung mit Carborundum 197

Antoni Tàpies

"Arc bleu", Farbradierung mit Carborundum 197

58,5 x 77,7 cm, sign., num.

Auflage 75 Exemplare, Galfetti 288

[9195]

Euro 4500 mit Rahmen

Antoni Tàpies, Galfetti Band IV

Antoni Tàpies

"Carmi-8"

Farbradierung mit Prägedruck 1994

56 x 76 cm, sign. num., Auflage 80 Exemplare

Galfetti Band IV

[14432]

Euro 4500 m.R.

Joan Miró, aus "L'Antitête", Band 3, le Desesperanto von Tristan Tzara

Joan Miró, aus "L'Antitête", Band 3, le Desesperanto von Tristan Tzara

Joan Miró

aus "L'Antitête", Band 3, le Desesperanto von Tristan Tzara

Aquatintaradierungen in schwarz-braun 1947/49 (Zustandsdrucke)

sign. dat. bez.

vgl. Dupin 61 und 62, Cramer 20

[15120] [15119]