Andy Warhol



Werke / Works of art / Trabajos / Œuvres d'art

Andy Warhol,

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Orangutan"

aus dem Portfolio "Endangered Species" von 10 Farbsiebdrucken

Farbsiebdruck 1983

96,5 x 96,5 cm

sign. num. bez.

Feldman/Schellmann IIB.299

[21918]

Andy Warhol,

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"The new spirit (Donald Duck)"

aus dem Portfolio "ADS" mit 10 Farbsiebdrucken

Farbsiebdruck 1985

96,3 x 96,3 cm

sign. num.

Auflage 251 Exemplare

Feldman/Schellmann II.357

[22835]

Andy Warhol,

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Vesuvius"

Farbsiebdruck 1985

79,7 x 99,7 cm

sign. num.

Auflage 310 Exemplare

Feldman/Schellmann II.365

[22215]

Andy Warhol,

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Electric Chair"

aus "Electric Chairs"

Farbsiebdruck 1971

90 x 121,5 cm

sign. num. dat.

Auflage 300 Exemplare

Feldman/Schellmann II.74

[20958]

Andy Warhol,

Andy Warhol

(Pittsburgh 1928 - 1987 New York)

"Cologne Cathedral" (Kölner Dom)

komplette Folge der 4 Farbvarianten

4 Farbsiebdrucke mit Diamantstaub 1985

100 x 80 cm

sign. num.

Auflage 96 Exemplare

Feldman/Schellmann II.361 - II.364

[22336]



Biografie / Biography / Biografía / Biographie


ANDY WARHOL
Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Arbeiten Andy Warhols. Zu sehen sind u.a. die kompletten Folgen der 4 "Beethoven"-Farbvarianten sowie des Kölner Doms. Des Weiteren der "African Elephant" und der "Orangutan", aus dem Portfolio "Endangered Species" von 1983, der Farbsiebdruck "Vesuvius" von 1985 sowie ein blauer "Truck" aus der gleichnamigen Serie und ein gelber "Electric Chair".
Schon zu Lebzeiten war Andy Warhol eine Legende. Er verkörperte den Star neuen Typs und war ein Virtuose der Selbstinszenierung.
Andy Warhol, amerikanischer Bürger, tschechischer Abstammung, wurde 1928 in Pennsylvania geboren. Er absolvierte zunächst eine Lehre als Schaufensterdekorateur, bevor er von 1945-49 Kunstgeschichte, Pictorial Design, Soziologie und Psychologie am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh studierte. 1949 ging er nach New York, wo er bis 1957 erfolgreich als Werbegraphiker arbeitete. 1956 sollte für ihn von besonderer Bedeutung werden. Er unternahm eine Weltreise, die ihn unter anderem nach Italien führte, wo ihn vor allem Florenz mit seinen Renaissance-Kunstwerken beeindruckte und seine künstlerischen Ambitionen bestärkte. In diesem Jahr auch wurde er mit dem "Thirty Fifth Annual Art Directors’ Club Award" für seine Schuhwerbung der renommierten Firma Miller ausgezeichnet, und das Museum of Modern Art lud ihn zu einer Teilnahme an einer Ausstellung mit "Neuesten Zeichnungen der USA" ein. Ende der 50er Jahre konzentrierte er sich auf Malerei und künstlerische Graphik, arbeitete als freiberuflicher Werbegraphiker für Modemagazine, als Illustrator und Schaufenstergestalter und zählte zu den bestbezahlten Graphikdesignern in Manhattan. Innerhalb kurzer Zeit wurde er zu einer einflussreichen Gestalt der Pop Art.
Seine erste Einzelausstellung hatte er 1952 in der Hugo Gallery, New York; ihr folgten 1965 und 1966 Einladungen der Galerie M.E. Thelen in Essen, 1965 der Galerie Ileana Sonnabend, Paris. 1966 zeigte ihn die Galerie Hans Neuendorf in Hamburg, 1967 die Galerie Zwirner in Köln, 1968 das Stedelijk Museum in Amsterdam, 1969 die Nationalgalerie in Berlin und viele Galerien und Museen folgten.
Im August 1962 begann er mit den Siebdrucken. 1962 entstanden die ersten Serien mit "Campbells Suppendosen" und "Coca Cola Flaschen" sowie Siebdrucke mit dem Motiv der Dollarnoten. Die im Siebdruck bedruckten Holzkisten, Nachbildungen kommerzieller Verpackungen, folgten. Des Weiteren Blumenbilder, Porträts berühmter Persönlichkeiten (Mao, Jimmy Carter, Lenin, Muhammead Ali, Albert Einstein, Franz Kafka, Gertrude Stein, Sigmund Freud u.a.), die Stars des Films (Marilyn, Liz Taylor, Elvis Presley, Marlon Brando u.a.), der Kunstwelt (Mona Lisa, Robert Rauschenberg, Joseph Beuys, Ludwig van Beethoven, Mick Jagger, Leo Castelli, Händler, Sammler, Selbstporträts). Aber kaum eines dieser Porträts entspricht den klassischen Vorbildern und Ansprüchen an das Thema. Sie sind vielmehr Werke der Inszenierung. Es entstanden Serien mit Todes- und Katastrophenbildern (Flugzeugabstürze, Verkehrsunfälle, Kriminalität, Atombombenexplosionen), Tierporträts, Abbilder von Denkmälern und berühmten Gebäuden, Alltagsgegenstände.
Man begegnete seinen Arbeiten zunächst mit totalem Unverständnis. Seit 1965 jedoch wurden sie als Sensation auf dem Kunstmarkt gefeiert.
Ab 1963 widmete er sich seiner zweitem Leidenschaft: dem Film. Seit er 1963 in sein zweites Atelier, die Factory, umgezogen war, bildete dieses Studio, mitten in Manhattan, einen Treffpunkt für Möchtegerne und alles was Rang und Namen hatte. Er machte Filmaufnahmen von Mick Jagger, Bob Dylan, Marcel Duchamp, Salvador Dalí u.a.
Ab 1966 arbeitete Andy Warhol mit der Rockband "Velvet Underground". Die Live-Auftritte waren legendär. Als Fotograf war Andy Warhol unermüdlich, auch als Buchautor versuchte er sich.
Nach dem Attentat durch die radikale Frauenrechtlerin Valerie Solanas 1968, bei dem Warhol lebensgefährlich verletzt wurde, änderte sich sein Lebensstil und das Werk des Künstlers. Viele Journalisten nutzten das Attentat, um mit Warhol abzurechnen. Nach der Operation habe er ausgesehen "wie ein Kleid von Yves-Saint-Laurent: lauter Nähte", wird Warhol später, halb ironisch, sagen. In Wirklichkeit leidete er psychisch wie physisch stark unter den Folgen des Attentats. Zeit seines Lebens hat er Angst vor weiteren Überfällen.
1984 arbeitete er gemeinsam an Projekten mit Künstlern wie Jean-Michel Basquiat und Franceso Clemente.
Am 22.2.1987 starb er in New York. Er hinterließ ein umfangreiches Gesamtwerk und hat die Kunstszene entscheidend geprägt.